Team McFly

Polarlichter

Je weiter wir nach Norden kommen, desto mehr gewöhnen wir uns an die winterliche Fahrweise der Norweger. So sollte man eigentlich meinen. Das wir immer noch überrascht werden können, dazu gleich mehr.

Die Temperaturen sind deutlich gefallen. Am Hotell 1 haben wir morgens bei -7 Grad das Auto nicht auf bekommen. Alle Türen einschließlich der Heckklappe waren zugefroren. Glücklicherweise war in der nähe des Hotels eine Tankstelle. Seitdem führen wir immer zwei Dosen Türschlossenteiser mit uns.

Die Fahrt an den letzten beiden Tagen war recht ruhig. In der Regel fährt man auf festgefahrenen Schneedecken, manchmal mit Splitt versetzt manchmal pur. Hin und wieder auch vereist. Obwohl wir unsere Fahrweise fast der der Einheimischen angepasst haben, kommen wir nur langsam voran. An den letzten beiden Tagen waren es pro Tag nur rund 300 km, obwohl wir über sechs Stunden im Auto saßen. Im Gegensatz zu den Norwegern fahren wir ohne Spikes. Dennoch können wir dank Allradantrieb gut beschleunigen und den Wagen sicher auf der Straße halten.

Dass es in Norwegen drastische Strafen für Geschwindigkeitsübertretungen gibt, scheint den Norweger an sich nicht zu interessieren. So sind wir auf Schneebedeckter Straße schon häufiger bei Tempo 80 von Sattelschleppern und PKWs überholt worden.

Nachdem wir die vergangene Nacht mitten im Nirgendwo auf einer Huskyfarm verbracht haben, wohnen wir heute recht luxuriös direkt am Ufer des Fjords. Bis zum Nordkap sind es noch 14 km. Im Winter darf die Nordkapstraße nur im Konvoi befahren werden. Daher werden wir erst Morgen den kleinen Rest zum Nordkap hinauf fahren.

In der Zwischenzeit vertreiben uns Polarlichter die Zeit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.